Lebendige Elvis-Gospels erfüllen Fulda zum Frauentag

Mitteilung der Altenheimseelsorge Bistum Fulda

Mit einem bewegenden Mix aus Spiritualität, Musik und generationsübergreifender Gemeinschaft erlebte die Heilig-Geist-Kirche in Fulda am Sonntag eine außergewöhnliche Segensandacht zum Internationalen Frauentag.

Unter dem Titel „Peace in the Valley – Amazing Grace” kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, darunter viele Seniorinnen und Senioren aus dem DRK-Seniorenzentrum Heilig Geist, um einen Nachmittag voller Wärme, Hoffnung und Gospelmusik zu verbringen.

Bereits kurz nach Einlass füllte sich die Kirche mit einer spürbaren Erwartungshaltung. Rollatoren und Rollstühle reihten sich zwischen den Kirchenbänken ein – und doch war von Zurückhaltung keine Spur. Die sogenannte „Elvis-Generation“ zeigte sich von Beginn an hellwach und voller Freude.

Berliner-Elvis begeistert – Musik als verbindende Kraft

Im Mittelpunkt stand der Berliner Elvis-Interpret Christian Gutsch, der mit seiner warmen Stimme und charismatischen Bühnenpräsenz die berühmten Gospel-Klassiker des „King of Rock ’n’ Roll” neu zum Leben erweckte.

Unterstützt wurde er von „Divine Concern & Friends”, die den Kirchenraum mit kraftvollen Harmonien erfüllten. Die Stimmung war lebendig und beinahe ausgelassen. Viele der älteren Besucherinnen und Besucher sangen mit, klatschten im Takt oder bewegten sich zur Musik.

„Es war, als würde ein großer positiver Schwung durch die Kirche gehen“, beschrieb eine Teilnehmerin die Atmosphäre später.

Die Gospels, die Elvis Presley einst als Ausdruck seines Glaubens interpretiert hatte, wurden an diesem Nachmittag zu einem musikalischen Gebet für Frieden und Menschlichkeit in schwierigen Zeiten.

Ökumenische Verbundenheit – Worte, die tragen

Auch die geistlichen Impulse fanden großen Anklang. Diakonin Dr. Bianca Reith überzeugte mit klaren, ermutigenden Worten, die sowohl die Bedeutung des Frauentags würdigten als auch die gemeinsame Sehnsucht nach Frieden in den Mittelpunkt stellten.

Gemeinsam mit der Diakonin und Diakon Dr. mult. Meins G. S. Coetsier, der die Veranstaltung zusammen mit Christine Stüß vom DRK‑Seniorenzentrum Heilig Geist organisatorisch verantwortete, tanzten und sangen die Kirchenbesucherinnen und -besucher während der Andacht sogar mit dem „Elvis“.

Viele deuteten diese spontane Beteiligung als starkes Zeichen gelebter ökumenischer Verbundenheit. Zahlreiche Gäste sahen darin ein Symbol für das Miteinander der Generationen, die Zusammenarbeit der Kirchen, die Gleichwürdigkeit von Frauen und Männern sowie für eine Haltung tief empfundener Wertschätzung gegenüber der gesamten Schöpfung.

Ein Angebot für alle – und ein Nachholen für viele

Die Segensandacht knüpfte an den großen Erfolg des Weihnachtskonzerts mit Christian Gutsch in der Severikirche im Dezember an, zu dem damals zahlreiche Interessierte keinen Einlass mehr gefunden hatten.

Die Heilig-Geist-Kirche bot nun ausreichend Raum, sodass viele, die seinerzeit vor verschlossenen Türen standen, das besondere Erlebnis nachholen konnten.

Zugleich fügte sich die Veranstaltung nahtlos in die Reihe „Musik, Hoffnung und Segen“ ein, die regelmäßig in der Severikirche stattfindet und Teil der diakonischen Projekte „Elvis im Altenheim“ und „Weisheit im Alter“ im Bistum Fulda ist.

Beide Initiativen fördern kulturelle Teilhabe und stärken die spirituelle Begleitung älterer Menschen – ein Ansatz, der in Fulda seit Jahren innovative Impulse setzt und weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Ein Nachmittag, der nachhallt

Nachdem die letzten Töne von „Amazing Grace“ und anderen Gospels verklungen waren, blieb ein Gefühl tiefer Verbundenheit im Kirchenraum zurück.

Viele Besucherinnen und Besucher verweilten noch lange zwischen den Bänken, suchten das Gespräch oder ließen die besondere Atmosphäre nachwirken. Die musikalische Segensandacht zum Frauentag zeigte eindrucksvoll, wie Musik Brücken zwischen Menschen, Generationen und Lebenswelten schlagen kann.

Ergänzend verteilten die Gideons Bibeln und besinnliche Lektüre – ein stilles Angebot, das den spirituellen Charakter des Nachmittags abrundete und den Gedanken des Friedens und der Hoffnung weit über den Moment hinaus weitertrug.